Island fasziniert mit einer seltenen Mischung aus rauer Natur und lebendiger Kultur. Die Insel bietet spektakuläre Wasserfälle, aktive Geysire, mächtige Gletscher, schwarze Sandstrände, heiße Quellen und klare Nordlichter. Für Reisende aus Deutschland ist Island ein ideales Ziel für Fotografie, Outdoor-Aktivitäten und kulturelle Entdeckungen.
Die Anreise erfolgt meist über den Flughafen Keflavík bei Reykjavík, von dort sind Mietwagen leicht verfügbar. Die Ringstraße (Route 1) verbindet viele Island Reiseziele und ist die praktische Basis für Rundreisen. Saisonale Unterschiede prägen die Planung: Mitternachtssonne im Sommer und Nordlichter im Winter beeinflussen, welche Sehenswürdigkeiten Island besonders eindrucksvoll sind.
Dieser Artikel gliedert sich in drei Teile: detaillierte Ziele rund um Reykjavík und die Südküste, lohnenswerte Abstecher abseits der Ringstraße sowie praktische Tipps zu Wetter, Verkehr und Unterkünften. Ob Kurztrip, Mietwagen-Rundreise oder geführte Touren für Eishöhlen, Walbeobachtung und Nordlichtjagd – hier finden Leser konkrete Hinweise, welche Island Highlights zu ihrer Reisedauer und ihren Interessen passen.
Kurz gesagt: Wer wissen will, welche Orte lohnen sich in Island, erhält hier klare Orientierungshilfen zu besten Reisezeiten, Kombinationsmöglichkeiten und notwendiger Ausrüstung. So lässt sich die Reise sicher, effizient und erlebnisreich planen.
Welche Orte lohnen sich in Island?
Island bietet kompakte Highlights, die sich gut kombinieren lassen. Reykjavík dient als praktische Basis für Tagesausflüge und überzeugt mit urbaner Kultur sowie leichter Erreichbarkeit zu Naturzielen. Wer Zeit mitbringt, fährt die Südküste Island entlang, wo Gletscherlagunen und schwarze Strände zu den eindrücklichsten Motiven zählen.
Reykjavík – Hauptstadt mit Kultur und Nachtleben
In Reykjavík stehen markante Bauwerke wie die Hallgrímskirkja im Mittelpunkt. Der Kirchturm bietet einen klaren Panoramablick über die Stadt und gilt als Top-Fotospot.
Museen wie das Nationalmuseum von Island und das Reykjavík Art Museum zeigen isländische Geschichte und moderne Kunst. Beliebte Cafés wie Kaffivagninn oder Sandholt servieren lokale Spezialitäten und Skyr-basierte Desserts.
Laugavegur ist die Hauptstraße für Restaurants und Bars. Von hier starten Walbeobachtungen im Hafen. Die Stadt hat viele Hotels, Guesthouses und Supermärkte, die Tagesausflüge in den Goldenen Kreis oder zur Blauen Lagune erleichtern.
Goldener Kreis – Geysire, Wasserfälle und Geschichte
Der Goldener Kreis Geysire ist ein klassisches Ausflugsziel mit beeindruckender geothermischer Aktivität. Geysir Strokkur bricht regelmäßig aus und bietet sichere Fotopositionen, wenn Besucher die markierten Wege nutzen.
Gullfoss zeigt einen mächtigen zweistufigen Wasserfall. Aussichtspunkte sind gut erreichbar, wobei die Saison das Bild ändert: Eis und Sprühnebel prägen den Winter, schmelzendes Gletscherwasser sorgt im Frühling für mehr Kraft.
Þingvellir verbindet Geschichte und Geologie. Der Nationalpark war Versammlungsort des Alþingi und liegt in einer sichtbaren Plattengrenze. Wanderwege laden zu kurzen Touren, Tauchen und Schnorcheln in der Silfra-Spalte.
Jökulsárlón und die Südküste – Gletscherlagunen und Strände
Jökulsárlón ist bekannt für treibende Eisberge in einer Gletscherlagune. Bootsfahrten mit Amphibien- oder Zodiac-Booten führen nahe an die Eisberge heran und eignen sich besonders für Aufnahmen bei Sonnenaufgang.
Die Südküste Island bietet abwechslungsreiche Landschaften. Reynisfjara zeigt schwarzen Sand und markante Basaltsäulen. Besucher sollten auf starke Brandung achten und den Sicherheitsabstand wahren.
Gletscherwanderungen auf Sólheimajökull oder Svínafellsjökull sind beliebte Aktivitäten. Geführte Touren von Anbietern wie Icelandic Mountain Guides oder Glacier Guides stellen Ausrüstung und Sicherheit sicher. Viele Reisende kombinieren die Südküste mit Tagesausflügen von Reykjavík oder fügen die Etappen in eine längere Ringstraßenreise ein.
Praktische Hinweise, Zugänglichkeit und Empfehlungen für Nordlichtspots in und um Reykjavík finden Leser in ergänzenden Reiseberichten, etwa auf dieser Seite.
Naturschönheiten und Outdoor-Aktivitäten abseits der Ringstraße
Island bietet Abwechslung jenseits der Hauptstrecke. Die einsamen Küsten, rauen Hochlandpisten und kompakten Halbinseln locken Wanderer, Fotografen und Ruhesuchende. Hier folgen Tipps für lohnende Ziele, Anreise und Equipment.
Westfjorde – abgeschiedene Landschaften und Vogelklippen
Die Westfjorde zeichnen sich durch dramatische Küsten und wenig Verkehr aus. Die Fahrt zur Region verlangt Zeit, bietet aber weite Ausblicke und Ruhe.
Dynjandi ist ein Muss. Die terrassenförmige Kaskade stürzt in mehreren Stufen ins Tal. Aussichtspunkte entlang der Panoramaroute bieten gute Fotomotive. Fahrzeiten sind länger als auf der Ringstraße. Einige Fährverbindungen erleichtern die Anreise zu entlegenen Abschnitten.
Bei Látrabjarg stehen Beobachtungen von Papageitauchern im Vordergrund. Die Latrabjarg Papageitaucher Kolonie ist eine der größten Europas. Besucher sollten Wege und Nester respektieren, Abstand halten und nur ausgewiesene Parkplätze nutzen.
Unterkünfte reichen von einfachen Guesthouses bis zu kleinen Hotels. Straßen können saisonal gesperrt sein. Reisende sollten lange Fahrzeiten, begrenzte Infrastruktur und mögliche Wetterumschwünge einkalkulieren.
Snæfellsnes-Halbinsel – Miniatur-Island mit Vulkanen
Die Snæfellsnes-Halbinsel vereint Gletscher, Lavafelder und Küstenformationen auf engem Raum. Kurze Fahrzeiten ab Reykjavík machen sie ideal für Tagesausflüge.
Im Nationalpark prägt der Snæfellsjökull das Bild. Der Gletscher ist durch Jules Verne bekannt geworden. Wander- und Fotopositionen sind gut erreichbar; die vulkanischen Formen liefern eindrucksvolle Kontraste.
Küstenpunkte wie Djúpalónssandur und die Lóndrangar-Säulen bieten markante Motive. Fischerdörfer wie Arnarstapi und Hellnar haben leichte Wanderwege entlang der Küste. Für Fotografen zählen die Snæfellsnes Highlights zu den beliebtesten Spots der Insel.
Hochlandregionen – Landmannalaugar und Kjölur
Das Hochland Island ist rau und bezaubernd. Landmannalaugar besticht durch bunte Rhyolithberge. Wanderungen dort sind vielseitig, von kurzen Spaziergängen bis zu Abschnitten des Laugavegur-Trails.
Landmannalaugar Wandern verbindet farbige Hügel mit geothermischen Hot Pots. Ein Bad nach einer Tagesetappe entspannt müde Muskeln. Zeltplätze und ausgewiesene Ruhebereiche sind vorhanden.
Die Kjölur-Route führt zwischen Reykjavík und Akureyri durch weite, unberührte Landschaften. Hveravellir bietet heiße Quellen und historische Farmruinen. Für Hochlandpisten sind 4×4-Fahrzeuge ratsam; viele Strecken sind F-Schotterpisten und nur in den Sommermonaten geöffnet.
Reisende sollten Sperrzeiten der Pisten beachten, die Ausrüstung prüfen und Wetterberichte verfolgen. Eine gute Planung erhöht die Sicherheit bei wechselhaften Bedingungen.
Praktische Tipps für die Reiseplanung in Island
Bei der Island Reiseplanung sollte die Saison zuerst entscheiden, was möglich ist. Im Sommer (Juni–August) bieten lange Tage und Mitternachtssonne beste Bedingungen für Wandern, Vogelbeobachtung und Hochlandtouren. Im Winter (November–März) sind Nordlichter Reise, Eishöhlen und winterliche Landschaften möglich, aber Tageslicht und Straßen sind eingeschränkter.
Das Island Wetter wechselt schnell; Schichtprinzip und wasserdichte Kleidung sind Pflicht. Empfehlung: Gore-Tex-Jacke, warme Unterwäsche, robuste Wanderschuhe, Mütze und Handschuhe. Für Tageswanderungen und Fototouren gehören Wasser, Snacks, Powerbank und eine leichte Erste-Hilfe-Ausrüstung ins Tagesgepäck.
Ein Mietwagen Island bietet maximale Flexibilität, besonders abseits der Ringstraße. Für Hochlandstrecken ist ein 4×4 nötig. Nachteile sind höhere Kosten, Versicherungen und schwierige winterliche Fahrbedingungen. Ratsam ist eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung und Schutz gegen Sand- oder Ascheschäden.
Geführte Touren ergänzen eigene Pläne sinnvoll: Anbieter wie Arctic Adventures oder Reykjavik Excursions bieten Eishöhlen-, Gletscher- und Nordlichttouren sowie Whale-Watching an. Unterkünfte Island reichen von Hotels in Reykjavík über familiäre Guesthouses bis zu Campingplätzen. In der Hochsaison rechtzeitig buchen; in der Nebensaison bleibt mehr Spielraum.
Sicherheit ist zentral: Anschnallpflicht, angepasste Geschwindigkeit und Abstand zu Geysiren oder Klippen einhalten. Aktuelle Straßeninfos liefert die isländische Straßenverwaltung. Preisniveau ist hoch; Spartipps sind Supermärkte wie Bónus und Krónan, frühzeitige Buchungen und Kombinationen von Unterkunftstypen.
Zum Abschluss: Respekt vor der Natur schützt Island für kommende Besucher. Auf markierten Wegen bleiben, Vogelbrutplätze meiden und Müll vermeiden. Für deutsche Reisende sind offizielle Seiten und aktuelle Straßenhinweise wichtige Informationsquellen vor Abfahrt.







